Gymmotion ist bald ausverkauft

Wer über d:ticket noch Karten bestellen möchte wird feststellen, dass schon viele Blöcke nicht mehr online (!) buchbar sind.
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Neuer Name für den Veranstaltungsort, aber dennoch der gleiche Spielort:
Mitsubishi Electric HALLE. Panorama-Ansicht Anfahrtskizze

 

Gymmotion 2011 "SPIRIT": Das wollten wir sehen

Vor 3.300 Zuschauern in der fast ausverkauften Mitsubishi Electric Halle in Düsseldorf, machte die Gymmotion Spirit am Samstag (3. Dezember) ihrem Namen alle Ehre, und begeisterte das Publikum mit viel Esprit. Unter der komisch-souveränen „Leitung“ des Moderators Christoph Engels ertönte der von ihm mit seinem ersten „freiwilligen“ Zuschauer Jens inszenierte Schlachtruf, „Ja, genau das wollen wir sehen“, im Lauf der Show immer wieder spontan von den Rängen.
Nach einem kurzweiligen Vorprogramm unter der Federführung des Turnverbands Düsseldorf, konnten Hans-Jürgen Zacharias (RTB-Präsident) und Hans-Joachim Güllüg (RTB- und DTB-Vizepräsident Finanzen) die Gymmotion offiziell eröffnen. Hier geht es zur Bildergalerie (bitte vorher einloggen bzw. auf der Seite anmelden).
    
Zur farbenprächtigen Eröffnung, untermalt mit 2 fantasievollen, übergroßen Schmetterlingenskostümen, stellten sich alle Teilnehmern vor, um gleich darauf mit dem  Team Dänemark und ihrem Power Tumbling zu beginnen. Damit war gleich für Tempo, Dynamik und gute Stimmung gesorgt, bevor Christoph Engels eine Jonglage mit Motorsäge andeutete und die Spannung erhöhte.
Sein Auftritt lenkte kurzweilig und gekonnt vom Umbau für den Compettion-Teil ab. Mit Joeline Möbius am Balken vom Turn-Team-Deutschland und Maxin Deviatkovskij am Pauschenpferd gab es gelungene Wettkampteile, ohne die es eben keine Turnshow ist und die Zuschauer „wollen genau das auch sehen“.
In diesem Jahr war das Gymmotion-Team besonders schnell, unauffällig und geräuschlos unterwegs, um die Umbauten zu bewerkstelligen, die in keiner Weise den dynamischen Ablauf störten, was auch an der perfekten Moderation lag.

Mit Ah- und Oh-Rufen wurde der Auftritt von Rana Tokmak bedacht, deren Anmut und Beweglichkeit die Rhythmische Sportgymnastik elegant im Programm platzierte. Unglaubliches Staunen ging durch die Reihen, denn wie gelenkig man sein kann, wurde perfekt vorgeführt.
Nach der Eleganz war wieder Tempo angesagt, denn die Rope Skipper aus Belgien und Deutschland brachten mit der Nummer „Power Ropes“ genau das zum Ausdruck und hatten sich den spontanen Applaus hochverdient.
Dann folgte der stimmungsvolle Part des ersten Showteils, den das Team Dänemark mit einer Tanzperformance einleitete und das Duo „Tears“ mit Piano, Live-Gesang und dem Cyr von Robert Maaser folgte, der mit seinem Rhönrad oder eben dem einreifigen Cyr schon fester Bestandteil des Gymmotion-Programms ist.

Die Reck-Nummer von “Pure Rock“ setzte mit Rockmusik und Reckübungen gegen Ende des ersten Teils noch einmal einen Kontrapunkt, ehe Christoph Engels mit seiner witzigen Hochradnummer, den Umbau zu den Trampolinturnern überbrückte. Mit tatkräftiger Unterstützung von Eduard, sein zweiter „Freiwilliger“, und der ebenso zupackenden „freiwilligen“ Heidi (sie war zusammen mit Jens akquiriert worden), hat er sein Hochrad letztlich doch erklommen, woran die Zuschauer sicher gezweifelt haben. Aber er kam nicht nur auf das Rad, sondern fegte auch gekonnt auf dem hochgebauten Einrad durch die Halle, wobei er Schwierigkeiten mit seinem „Sitzfleisch“ zum Besten gab.
Dann konnten die „Gladiatoren“ endlich auf 3 Trampolinen ihre Show vorführen und die Schmetterlinge gekonnt überfliegen oder den jeweils dritten Mann in Richtung Hallendecke katapultieren. Auch diese Truppe ist sicher nicht zum letzten Mal bei der Gymmotion dabei.

Nach der Pause ging es mit der Diabolo-Show von Phil Os gleich wieder mit Akrobatik und Dynamik weiter, womit ein gelungener Übergang zum nächsten Wettkampfteil am Boden geschaffen wurde, der wieder von Joeline Möbius und Maxin Deviatkovskij vorgeturnt wurden.
Insgesamt war die zweite Hälfte der Gymmotion ruhiger choreographiert, was dem jetzt restlos begeisterten Publikum sicher auch gefallen hat. Mit dem „Duo Krins“ wurde klassische russische Akrobatik „Hand auf Hand“ von Vater und Sohn vorgeführt, die mit Sicherheit die Schwerkraft außer Kraft gesetzt haben oder zumindest durch Kraft ersetzt hatten. Einfach unglaublich, wie sich der haltende Vater unter dem sich in seinen Händen im Handstand haltenden Sohn durchgedreht hat.
Mindestens so perfekt  hat sich die Gruppe der Rhythmischen Sportgymnastik des TSV Bayer 04 Leverkusen präsentiert, die ihr Programm „Challenge“ aber durchweg eleganter und leichter präsentierten.

Dann sorgte sich Christoph Engels mit seiner Windmaschine wieder ums „sein“ Publikum und machte seine Späße mit dem Publikum. Für ein besonders stimmungsvolles Bild sorge dann sein überdimensionierter Ballon, der hell erleuchtet fast die Halle ausfüllte.

Zum Ausklang der Gymmotion gab es dann noch Akrobatik vom Feinsten, denn mit Liazeed, die schon beim Zirkusfestival in Monte Carlo Preise gewannen, konnten die Zuschauer eine Hand-Balance-Kunst sehen, die nur selten so zirkusreif gezeigt wird. Maxim versetzte die Halle mit seinem „Rola Rola“ in Erstaunen, denn mit den mehrfach übereinander gestapelten Röhren und Brettern, die auch in alle Richtungen flexibel waren, stellte sich die Frage, wie das gehen kann. Aber es ging. Sensationell.

Sergey Timofeev ließ es zum Ausklang mit seiner Handstandakrobatik etwas ruhiger angehen, aber das Team Dänemark setzte mit dem Minitrampolin noch mal einen dynamischen Punkt, ehe das Finale uns nach gut 2 Stunden einen farbenprächtigen Abschluss mit Standing-Ovations bescherte. Ein wunderbarer Abend, der schon viel Vorfreude auf die Gymmotion 2012 mit dem Motto STARS weckte.

 

 

 
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